{"id":79527,"date":"2017-10-10T00:00:00","date_gmt":"2017-10-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/foraus.ch\/blog-post\/tour-de-suisse-neuland-migrations-stadt-basel-eine-bestandesaufnahme\/"},"modified":"2026-05-27T11:20:19","modified_gmt":"2026-05-27T09:20:19","slug":"tour-de-suisse-neuland-migrations-stadt-basel-eine-bestandesaufnahme","status":"publish","type":"blog-post","link":"https:\/\/foraus.ch\/en\/blog-post\/tour-de-suisse-neuland-migrations-stadt-basel-eine-bestandesaufnahme\/","title":{"rendered":"Tour de Suisse \u00abNeuland\u00bb: Migrations.Stadt.Basel \u2013 Eine Bestandesaufnahme"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"fo-blog__detail__content__excerpt\">\n\n<b>Wir alle \u00fcberwinden Grenzen. Unsere Stadt ist gepr\u00e4gt von den Bewegungen der Menschen in der Vergangenheit und der Gegenwart. Doch wie denken wir unsere Zukunft? Das innovative Format \u00abHuman Library\u00bb erm\u00f6glicht den Austausch. Auf dem Weg durch die Schweiz h\u00e4lt die Tour in Basel. Eine Zusammenfassung der Diskussion lest ihr hier im foraus-Blog<i>.<\/i><\/b>\n\n<\/div>\n<!--more-->\n<div class=\"fo-blog__detail__content__content\">\n<div class=\"fo-row\">\n<div class=\"fo-blog__content-html\">\n\n\u00abMigration ist ein Schlagwort, auf welches der ge\u00fcbten Politikerin oder dem ge\u00fcbten Politiker gleich die altbew\u00e4hrten Phrasen einfallen&#8230;\u00bb. So Michael Tsch\u00e4ni, der Regioleiter von\u00a0<i>foraus\u00a0<\/i>Basel, bei der Er\u00f6ffnung des im Rahmen der\u00a0<i>foraus<\/i> \u00abTour de Suisse \u2013 Neuland\u00bb durchgef\u00fchrten Anlasses \u00abMigrations.Stadt.Basel\u00bb. Ziel der Veranstaltung war es, altbekannte Denkgewohnheiten im Schweizer Migrationsdiskurs aufzubrechen und einen \u00dcberblick aus unterschiedlichen Perspektiven zu bieten. Im Zentrum stand die Frage, welche Bedeutung Migration f\u00fcr die Stadt Basel hatte, hat und in Zukunft haben wird. An f\u00fcnf Tischen sassen jeweils eine Expertin oder ein Experte mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen zu einem Teilaspekt der \u00abMigrations.Stadt.Basel\u00bb. Zu ihnen konnte sich das interessierte Publikum hinsetzen, und nach einem kurzen Bericht mit diesem Experte oder Expertin diskutieren. Nach etwa 20 Minuten wurde die Runde geschlossen und man konnte sich an einen anderen Tisch zu einem anderen Experten setzen. Im Folgenden: Einige die besprochenen Aspekte.\n\n&nbsp;\n\n<b>Welt-, Chancen-, Diversit\u00e4ts-Stadt Basel<\/b>\n\n\u00abLeben Expats in einer Parallelwelt?\u00bb\u00a0<b>Francesca Incociatti<\/b>\u00a0von\u00a0<b><a href=\"https:\/\/www.centrepoint.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Centrepoint<\/a><\/b>, dem Club f\u00fcr die Integration von Expats, verneinte diese Frage in der Diskussion zu\u00a0<b>Welt.Stadt.Basel<\/b>. Centrepoint leistet Expats unterschiedliche Hilfestellung bei ihrer Ansiedlung in Basel. Die Hilfe reicht von Deutsch- und Dialektkursen, Informationen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber, bis zum Eintauchen in basler Traditionen, etwa der Fasnacht. Dabei bezieht Centrepoint auch Basler und Baslerinnen in seine Arbeit mit ein. Er setzt sich aus Menschen aus \u00fcber 50 Nationen, welche \u00fcber 20 Sprachen sprechen zusammen. Grunds\u00e4tzlich ist die Integration von Expats ein Prozess, der sehr lange Zeit in Anspruch nimmt und viel Geduld verlangt. Wichtig dabei ist, den Fokus besonders auf die Erwachsenen zu legen. Denn diese haben oft gr\u00f6ssere Hemmungen, den direkten Kontakt mit der Lokalbev\u00f6lkerung zu suchen. Ohne Erwerb der Sprache findet keine Integration und Teilhabe statt.<b><\/b>\n\nAm Tisch zur\u00a0<b>Chancen.Stadt.Basel,<\/b>\u00a0debattierte\u00a0<b>Anton Gjergjaj<\/b>\u00a0mit den interessierten G\u00e4sten \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Schwierigkeiten von Neuzugewanderten in Basel, die sich selbstst\u00e4ndig machen wollen. Er selbst f\u00fchrt ein Lebensmittelgesch\u00e4ft und steht der\u00a0<b><a href=\"http:\/\/familienbetriebe.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">IGFamilienbetriebe<\/a><\/b>\u00a0vor. Dieser Verein setzt sich politisch f\u00fcr die \u00fcber 200 Familienbetriebe in Basel ein, und macht sich hierbei vor allem auch f\u00fcr ein gutes Verh\u00e4ltnis der Familienbetriebe untereinander und mit den Beh\u00f6rden stark. So sei in Basel, nebst der anwachsenden B\u00fcrokratie, die gr\u00f6sste Schwierigkeit f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige, eine gute Balance zwischen Familie und Beruf zu finden. Gjergjaj betonte jedoch auch, dass Basel in dieser Hinsicht eine vorbildliche Stadt sei, und er sich nicht \u00fcber die Vorschriften beklagen wolle.\n\nUnter dem Titel\u00a0<b>Diversit\u00e4ts.Stadt.Basel<\/b>\u00a0wurde die Frage diskutiert, inwiefern der Vielfalt gelebter Glaubensvorstellungen Konfliktpotentiale innewohnen. Die Expertin\u00a0<b><a title=\"Link: http:\/\/roostvischer.ch\/\" href=\"http:\/\/roostvischer.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Dr. Lilo Roost Vischer<\/a><\/b>\u00a0war bis Juli 2017 Koordinatorin f\u00fcr Religionsfragen von Basel-Stadt und hat den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.entwicklung.bs.ch\/integration\/religion-gesellschaft\/runder-tisch-religionen-basel.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Runden Tisch der Religionen beider Basel<\/a>\u00a0aufgebaut. Nach ihrer Erfahrung, existieren zwei konfliktf\u00f6rdernde Faktoren: Die mediale Zuspitzung religi\u00f6ser Themen, sowie jene internationaler Konflikte. W\u00e4hrend der Diskussion wurde er\u00f6rtert, ob durch die \u00f6ffentlich-rechtliche Anerkennung von Moscheevereinen eine positive, integrative Wirkung erreicht werden kann, und wie mit problematischen islamistischen Gruppen umgegangen werden soll. Weitere Themen waren die Kriterien, wonach Vertreter von Glaubensgemeinschaften zum Runden Tisch eingeladen werden, sowie L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr sprachliche Verst\u00e4ndigungsprobleme.\n\n&nbsp;\n\n<b>Humanit\u00e4res &amp; Grenzen<\/b>\n\nIm Gespr\u00e4ch mit\u00a0<b>Renata G\u00e4umann<\/b>, seit 15 Jahren\u00a0<b><a href=\"http:\/\/www.sozialhilfe.bs.ch\/asyl\/asylkoordination.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Koordinatorin f\u00fcr das Asylwesen des Kantons Basel<\/a><\/b>, zeigte sich das grosse Interesse der Anwesenden f\u00fcr das Schweizer Asylwesen. Nachdem G\u00e4umann das, wie sie betonte, \u00abhumanit\u00e4r wohl vertretbare\u00bb Basler Asyl-Modell vorstellte, konnten im offenen Gespr\u00e4ch \u00fcber die\u00a0<b>Humanit\u00e4re.Stadt.Basel\u00a0<\/b>in der kleinen Runde viele Verst\u00e4ndnis- und Informationsfragen gekl\u00e4rt werden: Wie unterschiedlich das Asylwesen von Kanton zu Kanton gehandhabt wird, gerade weil sich die Kantone nicht nur geographisch, sondern insbesondere strukturell, kulturell und politisch unterscheiden. Dass Personen, die sich im Asylverfahren befinden, m\u00f6glichst schnell integriert werden sollten \u2013 und zwar durch eine Arbeitserlaubnis. Dass die Nothilfe f\u00fcr Personen mit abgelehnten Asylgesuchen zu \u00e4usserst prek\u00e4ren Lebensbedingungen f\u00fchrt und nicht haltbar ist. W\u00e4hrend einige Teilnehmende nach best practices fragten, kritisierten andere das Mandat der Privatunternehmen Asylsuchende unterzubringen. Die politische Zusammensetzung der Kantonsregierung, hat direkten Einfluss auf die Lebensbedingungen und die Integrationschancen von Asylsuchenden in der Schweiz.\n\n\u00abGrenzen als Chance\u00bb war die einleitende These von\u00a0<b>Dr. Manuel Friesecke<\/b>, dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Vereins\u00a0<b><a href=\"http:\/\/www.regbas.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Regio Basiliensis<\/a><\/b>. Mit eindr\u00fccklichen Zahlen er\u00f6ffnete er dann die Diskussion zur\u00a0<b>Grenz.Stadt.Basel<\/b>: So leben beispielsweise 900\u2019000 Menschen in der Regio Basiliensis, 70\u2019000 Grenzg\u00e4nger leben in einem Land, arbeiten aber in einem anderen; von den Erwerbst\u00e4tigen in Basel sind 20 Prozent Grenzg\u00e4nger, und 24 Prozent aller Studierenden an der Universit\u00e4t Basel haben keinen Schweizer Pass. Auf dieser Grundlage wurde die Rolle und Bedeutung der Lage Basels im Dreil\u00e4ndereck besprochen. Es wurde festgestellt, dass Grenzen zwar Hindernisse, aber auch Grundlage f\u00fcr die grosse Diversit\u00e4t in der Region darstellen. Allerdings mache es keinen Sinn, Grenzen verschieben oder ganz aufheben zu wollen, da dadurch unwillk\u00fcrlich neue Grenzen woanders gezogen werden. Vielmehr sollte es darum gehen, die existierenden Grenzen zu \u00fcberwinden, etwa im Bereich Verkehr, der Wirtschaft und auch der Bildung. Die Grenzen der Oberrheinregion sollten als \u00abNahtstellen\u00bb Europas gesehen werden.\n\nIm Ergebnis wurde an diesem Abend einmal mehr die enge Verflechtung von Migration, Lage im Dreil\u00e4ndereck als Grenzstadt und die Vielf\u00e4ltigkeit und Erfolg der\u00a0<b>Migrations.Stadt.Basel\u00a0<\/b>sichtbar.\u00a0forausBasel dankt allen Expertinnen, Experten, allen mitdiskutierenden G\u00e4sten, Franti\u0161ek Matou\u0161 f\u00fcr die Fotos, der\u00a0<a title=\"Link: http:\/\/www.regbas.ch\/de\/\" href=\"http:\/\/www.regbas.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Regio Basiliensis<\/a>\u00a0f\u00fcr die Unterst\u00fctzung unserer Veranstaltung sowie der Ausstellung\u00a0<a href=\"http:\/\/www.magnetbasel.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">magnet.basel<\/a>, die uns zur Inspiration diente.\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":68624,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"archive-status":[],"region":[],"custom-themes":[1953,1820],"class_list":["post-79527","blog-post","type-blog-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","custom-themes-internationale-zusammenarbeit-entwicklung","custom-themes-migration"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post\/79527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post"}],"about":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog-post"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"archive-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/archive-status?post=79527"},{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=79527"},{"taxonomy":"custom-themes","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/custom-themes?post=79527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}