{"id":79868,"date":"2014-12-18T00:00:00","date_gmt":"2014-12-17T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/foraus.ch\/blog-post\/die-schweiz-nach-dem-osze-vorsitz-auf-zu-neuen-buehnen\/"},"modified":"2026-05-27T11:21:08","modified_gmt":"2026-05-27T09:21:08","slug":"die-schweiz-nach-dem-osze-vorsitz-auf-zu-neuen-buehnen","status":"publish","type":"blog-post","link":"https:\/\/foraus.ch\/en\/blog-post\/die-schweiz-nach-dem-osze-vorsitz-auf-zu-neuen-buehnen\/","title":{"rendered":"Die Schweiz nach dem OSZE-Vorsitz: Auf zu neuen B\u00fchnen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"fo-blog__detail__content__excerpt\">\n\n<b>Ein Ausruhen auf den erworbenen Lorbeeren im Jahr nach dem OSZE-Vorsitz w\u00e4re das falsche Signal. Die Schweiz muss weiterhin eine pro-aktive Rolle spielen. Nicht aus weltpolitischen Anspr\u00fcchen, sondern weil schlichtende Akteure oft \u00a0das Z\u00fcnglein an der Waage darstellen.<\/b>\n\n<\/div>\n&nbsp;\n<div class=\"fo-blog__detail__content__content\">\n<div class=\"fo-row\">\n<div class=\"fo-blog__content-html\">\n\nAuch wenn die Krise in der Ukraine weiterhin von einer dauerhaften L\u00f6sung entfernt ist, konnte sich die Schweiz im Rahmen der OSZE als glaubw\u00fcrdige Mediatorin profilieren. Nach dem Ablauf der Amtsperiode stellt sich nun die Frage, ob und wie die Schweizer Diplomatie den gewonnen Einfluss ausbauen will. Den isolationistischen Tendenzen im Inland zum Trotz, erscheint ein pro-aktives Auftreten wichtiger denn je.\n\n<b>Multilaterale Erfahrungen gesammelt \u2013 und nun?<\/b>\n\nMit der \u00dcbernahme des OSZE-Vorsitzes durch Serbien wird die Schweiz trotz weitergehendem Engagement innerhalb OSZE aus den Scheinwerfern heraustreten. Aussenpolitische Aufmerksamkeit wird die Schweizer \u00d6ffentlichkeit im Wahljahr 2015, wenn \u00fcberhaupt, nur den Beziehungen zur EU schenken. Kein optimaler Moment k\u00f6nnte man meinen, um weitere aussenpolitische Exploits zu wagen. Dass dies jedoch die falsche Taktik darstellt, liegt auf der Hand.\n\nZum ersten, weil die Schweiz das Momentum nutzen sollte, um die erworbenen Kontakte und Erfahrungen nicht brachliegen zu lassen. Zweitens, stellt der OSZE-Vorsitz ein hervorragendes Sprungbrett f\u00fcr eine Kandidatur im UNO-Sicherheitsrat dar. Obschon eine m\u00f6gliche Mitgliedschaft erst f\u00fcr die Periode 2023\/2024 angepeilt wird, w\u00e4re es str\u00e4flich, die Gunst der Stunde nicht zu gebrauchen, um die Schweizer Kandidatur zu st\u00e4rken. Eine Mitgliedschaft im Sicherheitsrat w\u00fcrde der Schweiz unter anderem das Einbringen der eigenen friedensstiftenden Agenda, sowie die bessere Vernetzung mit den st\u00e4ndigen Sicherheitsratsmitgliedern erm\u00f6glichen.\n\n<b>Mehr Mediation ist auch in unserem Interesse<\/b>\n\nKonfliktherde lodern zurzeit an verschiedenen Orten der Welt. Da es der Schweizer Diplomatie nicht m\u00f6glich ist, \u00fcberall schlichtend vermitteln zu k\u00f6nnen, muss eine gut \u00fcberlegte Selektion vorgenommen werden. Neben humanit\u00e4ren Beweggr\u00fcnden k\u00f6nnten jedoch \u00a0auch gewisse geopolitische Faktoren in Betracht gezogen werden. Der wenig bekannte Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um das umstrittene Gebiet Berg-Karabach k\u00f6nnte sich hier anbieten. Humanit\u00e4r, weil der Konflikt seit 1988 hunderttausende Menschen vertrieben und rund 30&#8217;000 Menschen get\u00f6tet hat.\n\nAndererseits befasst sich die OSZE mit der Krise und k\u00f6nnte der Schweiz, welche die Strukturen der Organisation nun kennt, erneut die M\u00f6glichkeit geben, eine wichtige Mediationsrolle zu \u00fcbernehmen. Zu guter Letzt k\u00f6nnte das Ende des South Stream-Projekts und der Fokus der EU auf die Shah Deniz-Gaspipelines \u00fcber Aserbaidschan und Georgien der Schweiz in die H\u00e4nde spielen. Eine L\u00f6sung des Berg-Karabach Konflikts und somit die Sicherung der Gaslieferungen an die EU durch die Befriedung der Region k\u00f6nnte sich somit positiv auf die Gesamtbeziehungen zwischen Bern und Br\u00fcssel auswirken. Im Lichte der sp\u00e4rlich verbliebenen Tr\u00fcmpfe der Schweiz im Bezug auf die EU mit Sicherheit einen Gedanken wert.\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":68606,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"archive-status":[],"region":[],"custom-themes":[1817],"class_list":["post-79868","blog-post","type-blog-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","custom-themes-frieden-sicherheit"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post\/79868","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post"}],"about":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog-post"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68606"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"archive-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/archive-status?post=79868"},{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=79868"},{"taxonomy":"custom-themes","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/custom-themes?post=79868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}