{"id":79734,"date":"2016-04-13T00:00:00","date_gmt":"2016-04-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/foraus.ch\/blog-post\/seven-thinking-steps-warum-braucht-die-schweiz-eine-starke-internationale-zusammenarbeit\/"},"modified":"2026-05-27T11:20:48","modified_gmt":"2026-05-27T09:20:48","slug":"seven-thinking-steps-warum-braucht-die-schweiz-eine-starke-internationale-zusammenarbeit","status":"publish","type":"blog-post","link":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/blog-post\/seven-thinking-steps-warum-braucht-die-schweiz-eine-starke-internationale-zusammenarbeit\/","title":{"rendered":"Seven Thinking Steps: Warum braucht die Schweiz eine starke internationale Zusammenarbeit?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"fo-blog__detail__content__excerpt\">\n\n<strong><i>Martin F\u00e4ssler<\/i>\u00a0&#8211; Die Schweiz ist international besonders stark vernetzt. Jeder zweite Franken wird im Ausland erwirtschaftet. Sieben Gr\u00fcnde gegen die K\u00fcrzung der internationalen Zusammenarbeit.<\/strong>\n\n<\/div>\n<!--more-->\n<div class=\"fo-blog__detail__content__content\">\n<div class=\"fo-row\">\n<div class=\"fo-blog__content-html\">\n\nDie Finanzkommission des Nationalrates will die Mittel f\u00fcr internationale Zusammenarbeit um einen Viertel reduzieren. Es sprechen zumindest sieben Gr\u00fcnde f\u00fcr eine kontinuierliche Weiterentwicklung der internationalen Zusammenarbeit:\n\n<i>1. \u00a0\u00a0<\/i><i>Zukunftsf\u00e4hige Politik.<\/i>\n\nWie nationale Gesellschaften braucht auch eine Weltgesellschaft ein moralisches Fundament. Die UN-Mitgliedsstaaten haben sich im September 2015 \u2013 mit starkem Engagement der Schweiz \u2013 auf die Agenda nachhaltiger Entwicklungsziele geeinigt. Angesichts der rasch wachsenden wechselseitigen Abh\u00e4ngigkeiten der L\u00e4nder besteht eine vordringliche Aufgabe der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz darin, Wohlstand, Sicherheit und Demokratie einer bald neun Milliarden-Zivilisation in den Grenzen des Erdsystems mit zu organisieren. \u00a0 \u00a0<b><i>\u00a0<\/i><\/b>\n\n<i>2. \u00a0\u00a0<\/i><i>Aussenwirtschaft.<\/i>\n\nDie Investitionen der internationalen Zusammenarbeit in die Modernisierung der Wirtschaften armer L\u00e4nder und die St\u00e4rkung endogener Entwicklungspotenziale erfolgen auch im wohlverstandenen Eigeninteresse der Schweiz. Das im Dezember 2015 vereinbarte Klima-Abkommen erfordert nicht weniger als eine weltweite Nachhaltigkeitswende. Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz kann ihr\u00a0<i>know how<\/i>\u00a0insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energiequellen, klimavertr\u00e4gliche Landnutzung, nachhaltige Infrastruktur, nachhaltige Gestaltung der rasanten Urbanisierung auf- und ausbauen.\n\n<i>3. \u00a0\u00a0<\/i><i>Partnerschaften.<\/i>\n\nInternationale Zusammenarbeit in Armuts- und Entwicklungsregionen ist eine Investition in das soziale Kapital der internationalen Gemeinschaft, um Probleme wechselseitiger Abh\u00e4ngigkeiten zu bearbeiten. Sie schafft Partner, mit denen OECD-L\u00e4nder Probleme angehen k\u00f6nnen, die sie im Alleingang nicht zu l\u00f6sen in der Lage sind. Das Klimaproblem zeigt die Herausforderungen wie unter einem Brennglas. 2050 werden 80 Prozent der Menschheit in St\u00e4dten wohnen. Die rasante Urbanisierung muss von der Emission klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase, dem Ressourcenverbrauch und \u00fcberlasteten \u00d6kosystemen entkoppelt werden. Die Schweiz hat eine solide Reputation als wirtschaftlich und technologisch starker Nachhaltigkeitspionier. Die Schweiz bleibt global handlungsf\u00e4hig, wenn sie Ressourcen und Personal f\u00fcr gemeinsame L\u00f6sungsans\u00e4tze im Bereich der Armutsbek\u00e4mpfung und nachhaltiger Entwicklung ausbaut.\n\n<i>4. \u00a0\u00a0<\/i><i>Sicherheit.<\/i>\n\nGleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den R\u00e4ndern der globalisierten Welt zahlt sich nicht aus. Die Konflikte im Nahen Osten und in weiteren Weltregionen zeigen, dass eine Politik der Abschottung und zynische\u00a0<i>Nach uns die Sintflut<\/i>-Haltung rasch zu einem Sicherheitsrisiko wird. Die Schweiz kann zur Stabilisierung schwacher oder zerfallender Staaten beitragen.\n\n<b>5. \u00a0\u00a0<\/b><i>Demokratie.<\/i><b><\/b>\n\nF\u00fcr alle Gesellschaften gewinnen internationale Regelungen st\u00e4rker an Bedeutung. Die Unterst\u00fctzung von Demokratisierungsprozessen in Armuts- und Entwicklungsregionen bringt Gesellschaften voran, die eher in der Lage sind, internationale Vereinbarungen zu gestalten und umzusetzen.\n\n6. \u00a0\u00a0<i>Innovation<\/i>.\n\nDie Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele erfordert technologisch-soziale Innovationen und einen konsequenten Ausbau praxisnaher Kompetenzen in den Bereichen Armutsbek\u00e4mpfung und Nachhaltigkeit. Bei der Vermeidung des Klimawandels (Mitigation) zum Beispiel sind nachhaltige L\u00f6sungsstrategien, Transfers von Kapital, Technologie und Expertenwissen Schl\u00fcsselelemente. Bei der Anpassung (Adaptation) sind Erfahrung, lokales Wissen und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr politische, soziale und kulturelle Zusammenh\u00e4nge wichtig. Hierzu braucht es eine enge Zusammenarbeit der Departemente, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft wie auch eine ambitionierte internationale Zusammenarbeit.\n\n<i>7. \u00a0\u00a0<\/i><i>Nord-S\u00fcd Gerechtigkeit.<\/i>\n\n<i>\u00a0<\/i>Als ein bez\u00fcglich Wirtschaftsleistung abh\u00e4ngiges Land hat die Schweiz ein besonderes Interesse an der Verst\u00e4ndigung der V\u00f6lker. Gr\u00f6ssere Nord-S\u00fcd-Gerechtigkeit und entsch\u00e4rfte Verteilungskonflikte sind heute ein Sachzwang. Internationale Zusammenarbeit mit Menschen in den Entwicklungsregionen ist notwendig, um einen \u00a0gerechten Lastenausgleich zu entwickeln.\n\n8. \u00a0\u00a0<i>Wirksamkeit<\/i>.\n\nProbleme mit regionalen und globalen Bumerang Effekten ignorieren f\u00fchrt langfristig zu enormen Kosten der humanit\u00e4ren Hilfe.\n\n<b><i>Martin F\u00e4ssler<\/i><\/b><i>\u00a0ist Berater f\u00fcr internationale Zusammenarbeit und unterrichtet im \u201eCAS Internationale Zusammenarbeit. Bausteine f\u00fcr Leadership-Kompetenz\u201c der Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (ZHAW).<\/i>\n\n<i>Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren\/innen zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Die hier ver\u00f6ffentlichten Beitr\u00e4ge sind pers\u00f6nliche Stellungnahmen der Autoren\/innen. Sie entsprechen nicht zwingen der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.\u00a0<\/i><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":68628,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"archive-status":[],"region":[],"custom-themes":[1953],"class_list":["post-79734","blog-post","type-blog-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","custom-themes-internationale-zusammenarbeit-entwicklung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post\/79734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post"}],"about":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog-post"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68628"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"archive-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/archive-status?post=79734"},{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=79734"},{"taxonomy":"custom-themes","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/custom-themes?post=79734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}