{"id":80013,"date":"2018-10-11T00:00:00","date_gmt":"2018-10-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/foraus.ch\/blog-post\/schweizer-mentalitaet-und-europa\/"},"modified":"2026-05-27T11:21:29","modified_gmt":"2026-05-27T09:21:29","slug":"schweizer-mentalitaet-und-europa","status":"publish","type":"blog-post","link":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/blog-post\/schweizer-mentalitaet-und-europa\/","title":{"rendered":"Schweizer Mentalit\u00e4t und Europa"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"fo-blog__detail__content__excerpt\">\n\n<strong>Das Jahr 2018 ist das Jahr der Beziehungskrise zwischen der Schweiz und der EU. Urspr\u00fcnglich war seitens der EU ein institutionelles Rahmenabkommen geplant, das eine reibungslose Zusammenarbeit erm\u00f6glichen solle. Warum aber braucht es einen neuen institutionellen Rahmen f\u00fcr die Beziehungen der EU und der Schweiz? Und warum ist das mit der Schweizer Mentalit\u00e4t schwierig zu vereinbaren? Fest steht: Damit sich die Beziehungskrise entspannen kann, muss die Schweizer Bev\u00f6lkerung das Problem ernst nehmen.<\/strong>\n\n<\/div>\n<!--more-->\n<div class=\"fo-blog__detail__content__content\">\n<div class=\"fo-row\">\n<div class=\"fo-blog__content-html\">\n\nIm Jahr 2018 zeichnet sich die Globalisierung immer st\u00e4rker in den Gesellschaftsstrukturen ab. Verschiedene \u00d6konomien, Kulturen und politische Systeme sind so stark vernetzt wie noch nie. Diese starke Vernetzung braucht klare Regeln. Darauf antwortet die EU mit dem institutionellen Rahmenabkommen. Die EU w\u00fcnscht sich eine Institution, in der neue Rechtsentwicklungen durch weniger b\u00fcrokratischen Aufwand dynamisch angeglichen werden k\u00f6nnen. Das Rahmenabkommen w\u00fcrde also Rechtssicherheit schaffen, verlangt aber, dass die Schweiz einen Teil ihrer Souver\u00e4nit\u00e4t an die EU delegiert.\n\nDie Schweizer Bev\u00f6lkerung muss in der europ\u00e4ischen Beziehung genau wissen, was sie will, sonst ger\u00e4t die Zusammenarbeit mit der EU ins Stocken. Dies ist gerade rund um den Brexit der Fall. Der Austritt Grossbritanniens aus der EU ist zwar beschlossen, nicht aber wie die k\u00fcnftigen Beziehungen sein sollen. Daraus erschliessen sich langwierige Verhandlungen, eine unsichere Zukunft, und enorme Kosten die von der Allgemeinheit getragen werden.\n\nDie Schweiz muss an einer neuen Sinnbildung arbeiten. Was braucht die Schweiz in einer globalisierten Welt? Diese Frage muss sich jeder stellen. Denn die schweren Verhandlungen mit der EU machen uns klar, dass unter den Spitzenpolitikern gar kein Verhandlungsspielraum existieren kann, wenn wir als Volk nicht zeigen was wir wollen.\n\nDas heisst: Wir m\u00fcssen Meinungen bilden. Die Vorteile der direkten Demokratie soll im Diskurs \u00fcber die europ\u00e4ische Beziehung genutzt werden. Nach dem Vorbild von Swiss.Vote soll der Schweiz eine Plattform zur Verf\u00fcgung stehen, auf der die europ\u00e4ischen Beziehungen diskutiert werden k\u00f6nnen. Es ist also ein Aufruf an private Akteure, sich zu engagieren. Dabei soll diese Plattform einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Positionen geben und die Partizipation f\u00f6rdern. Die leitende Frage lautet: \u00abWas braucht die Schweiz f\u00fcr eine Beziehung zur EU?\u00bb\n\nDer n\u00e4chste Meilenstein in den Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU kann nur durch die aktive Partizipation der Schweizer Bev\u00f6lkerung zustande kommen. Das schlechte Ergebnis der laufenden Verhandlung soll die Schweizer Bev\u00f6lkerung ermutigen, sich an diesem Prozess aktiv zu beteiligen. Das Internet soll den Diskurs erm\u00f6glichen und f\u00f6rdern, um die Chancen einer vertieften Zusammenarbeit zu verankern. F\u00fcr eine erfolgreiche Verhandlung mit der EU braucht es einen starken R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung, so wie es einst der bilaterale Weg hatte.\n\nImage: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/en\/europe-hands-friendship-together-3351500\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Pixabay<\/a>\n\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"archive-status":[],"region":[1849],"custom-themes":[],"class_list":["post-80013","blog-post","type-blog-post","status-publish","hentry","region-europa"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post\/80013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post"}],"about":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog-post"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"archive-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/archive-status?post=80013"},{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=80013"},{"taxonomy":"custom-themes","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/custom-themes?post=80013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}