{"id":80329,"date":"2023-10-12T07:17:26","date_gmt":"2023-10-12T05:17:26","guid":{"rendered":"https:\/\/foraus.ch\/blog-post\/aussenpolitik-briefing-global-health\/"},"modified":"2026-05-27T11:22:08","modified_gmt":"2026-05-27T09:22:08","slug":"aussenpolitik-briefing-global-health","status":"publish","type":"blog-post","link":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/blog-post\/aussenpolitik-briefing-global-health\/","title":{"rendered":"Aussenpolitik-Briefing: Global Health"},"content":{"rendered":"\n<b>Executive Summary<\/b>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211; COVID-19 hat aufgezeigt, welche Herausforderung Pandemien f\u00fcr das Krisenmanagement und die Verantwortlichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene darstellen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211; Eine ausgebaute \u00dcberwachung von Pathogenen und zunehmende internationale Kollaboration k\u00f6nnen das Gesundheitssystem st\u00e4rken, \u00f6ffnen aber auch neue politische Spannungsfelder.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><span style=\"font-weight: 400;\">&#8211; Neue, interdisziplin\u00e4re Ans\u00e4tze wie One Health k\u00f6nnen als Basis f\u00fcr Pr\u00e4vention und Vorbeugung zuk\u00fcnftiger Pandemien und eine sektor\u00fcbergreifende Zusammenarbeit dienen.\u00a0<\/span><\/p>\n&nbsp;\n\n<b>R\u00fcckblick<\/b>\n\n<span style=\"font-weight: 400;\">Die vergangene Legislatur war vor allem durch die im Jahr 2020 ausgebrochene COVID-19 Pandemie gepr\u00e4gt. Deren Bew\u00e4ltigung stellte eine grosse Herausforderung f\u00fcr Bund und Kantone sowie f\u00fcr die internationalen Zusammenarbeit dar (<\/span><a href=\"https:\/\/www.who.int\/health-topics\/international-health-regulations#tab=tab_1\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Internationale Gesundheitsvorschriften<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> ). Neben COVID-19 orientierte sich die Gesundheitsaussenpolitik der Schweiz an den im Mai 2019 durch den Bundesrat verabschiedeten <\/span><a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/strategie-und-politik\/internationale-beziehungen\/schweizer-gesundheitsaussenpolitik.html\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Vorgaben<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> f\u00fcr die Jahre 2019 bis 2024. Zum einen dient diese zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes in der Schweiz zum anderen tr\u00e4gt sie als Instrument der Schweizer Aussenpolitik dazu bei, einen Beitrag zur globalen Gesundheit zu leisten. Generell arbeitet das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit an diversen Gesundheitsthemen, die eine internationale Koordination erfordern, wie zum Beispiel die internationale Gesundheitssicherheit. Die globale Gesundheit spielt allgemein eine wichtige Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit, wie auch die <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/amtliches-bulletin\/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=57652\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Motion 22.3144<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> hervorstreicht. Die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit ver\u00f6ffentlichte 2021 den <\/span><a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/deza\/en\/documents\/publikationen\/Diverses\/global-programme-health_2021-24.pdf\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Programmrahmen 2021-2024 zum Globalrahmen Gesundheit<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. Dieser erw\u00e4hnte die Anwendung des One Health-Ansatzes, um gesundheitsrelevante Faktoren zu adressieren und somit gesunde Lebensbedingungen f\u00fcr alle zu schaffen. Nach <\/span><a href=\"https:\/\/www.who.int\/health-topics\/one-health\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">WHO-Definition<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> ist One Health ist ein integrativer, einheitlichender Ansatz, der darauf abzielt, die Gesundheit von Menschen, Tieren und \u00d6kosystemen nachhaltig anzugehen und gemeinsam zu optimieren. Insbesondere bei der Bek\u00e4mpfung von Antibiotikaresistenzen bringt der One Health-Ansatz einen Mehrwert. Auch im Parlament wurde dieser verschiedentlich thematisiert, so in der <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20223731\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Interpellation<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">22.3731<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> zu den Priorit\u00e4ten der schweizerischen Gesundheitsaussenpolitik oder der angenommenen <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20193861\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Motion 19.3861<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> zur One Health-Strategie. Aktuell beteiligt sich die Schweiz an der Ausarbeitung eines neuen internationalen Pandemie-Instruments im Rahmen der WHO sowie an den Debatten \u00fcber die Finanzierung der Pr\u00e4vention, Vorsorge und Reaktion auf Pandemien und die Umsetzung des One Health Ansatzes (<\/span><a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/fga\/2023\/507\/de\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Aussenpolitischer Bericht 2022<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">).\u00a0<\/span>\n\n&nbsp;\n\n<b>Ausblick<\/b>\n\n<span style=\"font-weight: 400;\">Die verheerenden Auswirkungen von COVID-19 haben zu ausf\u00fchrlichen Diskussionen dar\u00fcber gef\u00fchrt, wie man sich besser auf die n\u00e4chste Pandemie vorbereiten kann.<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Es braucht eine h\u00f6here Priorisierung von Pr\u00e4vention potenzieller \u00dcbertragungen. Bisher basierte die Bek\u00e4mpfung von Pandemien haupts\u00e4chlich auf Eind\u00e4mmung und Kontrolle, nachdem eine Krankheit ausgebrochen war. Es wird prognostiziert, dass globale Hotspots f\u00fcr neue Infektionskrankheiten mit m\u00f6glichem pandemischen Potenzial h\u00e4ufiger in tropischen Regionen auftreten werden. Dennoch ist das Risiko dieser \u00dcbertragungen f\u00fcr die Schweiz von Bedeutung, da sie eine potenzielle globale Bedrohung darstellen. Der Bundesrat erw\u00e4hnt in seiner Antwort auf die <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20237240\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Frage 23.7240<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, dass zurzeit Grundlagen und M\u00f6glichkeiten erarbeitet werden, um die globale Gesundheitsarchitektur langfristig zu st\u00e4rken. Dabei spielt die Finanzierung f\u00fcr internationale Organisationen und Initiativen im Bereich des Gesundheitsschutzes eine wichtige Rolle. Im Rahmen der geplanten Teilrevision des Epidemiengesetzes verlangt unter anderem die zust\u00e4ndige <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/press-releases\/Pages\/mm-sgk-s-2023-05-23.aspx?lang=1031\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Kommission des St\u00e4nderates (SGK-S)<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> die Pr\u00fcfung einer rechtlichen Grundlage, um eine l\u00e4ngerfristige F\u00f6rderung von globalen Massnahmen im Bereich der Pandemievorbereitung zu schaffen.\u00a0<\/span>\n\n<span style=\"font-weight: 400;\">Die COVID-19 Pandemie hat einmal mehr die enge Verflechtung zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt aufgezeigt, weshalb ein One-Health-Ansatz auch in der Pandemievorbeugung und -vorsorge relevant ist. Zus\u00e4tzlich stellt sich die Frage, wie das Gesundheitssystem mit Blick auf zuk\u00fcnftige Pandemien weiter gest\u00e4rkt werden kann. Dabei wird einerseits die digitale Gesundheit in den kommenden Jahren voraussichtlich an Bedeutung gewinnen. Vor allem bei Notf\u00e4llen im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit k\u00f6nnten digitale Gesundheitsdienste eine wesentliche Unterst\u00fctzung bieten. Der Einsatz digitaler Technologien w\u00e4hrend einer Gesundheitskrise k\u00f6nnte die Ausbreitung von Infektionen verhindern, k\u00fcnftige Ausbr\u00fcche vorhersagen und so eine optimale Verwaltung der Gesundheitsressourcen, die Entwicklung von Impfstoffen oder datengest\u00fctzte Massnahmen und Verordnungen erm\u00f6glichen. Zum anderen werden Kollaborationen, wie ein Gesundheitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU, die politische Debatte mitpr\u00e4gen. Mit einem solchen Abkommen soll Wissen ausgetauscht sowie die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich vertraglich abgesichert werden (siehe <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/centers\/eparl\/curia\/2021\/20213667\/Bericht%20BR%20D.pdf\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Lagebeurteilung Beziehungen Schweiz-EU<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> sowie die Antwort des Bundesrates auf die <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20224303\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Interpellation 22.4203<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">). Auf internationaler Ebene wurde im Fr\u00fchjahr 2022 der Verhandlungsprozess f\u00fcr ein m\u00f6gliches \u00dcbereinkommen zur globalen Pandemievorbereitung gestartet. Dieses wird voraussichtlich an der n\u00e4chsten Weltgesundheitsversammlung im Mai 2024 vorgestellt.<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Parallel besch\u00e4ftigt sich eine Arbeitsgruppe von Mitgliedstaaten der WHO mit der Revision der Internationalen Gesundheitsvorschriften. Die Arbeitsgruppe wird ein Paket von \u00c4nderungen vorschlagen, welche auf den Erfahrungen der COVID-19 Pandemie aufbauen. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Dies<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> erlaubt der Schweiz bereits bestehende Diskussionen (<\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20233302\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Interpellation 23.3302<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20233910\" rel=\"nofollow noopener\"><span style=\"font-weight: 400;\">Motion 23.3910<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">) weiterzuf\u00fchren und zu entscheiden, ob der Beitritt und anfallende \u00c4nderungen in ihrem Interesse sind. <\/span>\n","protected":false},"featured_media":80330,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"archive-status":[],"region":[],"custom-themes":[1954],"class_list":["post-80329","blog-post","type-blog-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","custom-themes-global-gesundheit"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post\/80329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/blog-post"}],"about":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog-post"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"archive-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/archive-status?post=80329"},{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=80329"},{"taxonomy":"custom-themes","embeddable":true,"href":"https:\/\/foraus.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/custom-themes?post=80329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}