Dies ist der zweite Beitrag einer dreiteiligen Blogserie zum Nahostkonflikt. Bereits veröffentlicht wurde „20 Jahre nach Oslo“, nächste Woche folgt „Israelische Drohnen für die Schweiz“.
Im Mai 2011 schien eine Einigung zwischen Fatah und Hamas möglich und nach der Aufwertung Palästinas als nicht Mitgliedsstaat waren in Ramallah jubelnde Massen in Ramallahs Strassen. Was war passiert? Abu Mazen wollte im UNO-Sicherheitsrat einen Antrag auf Statusaufwertung stellen, um einen mehrere Jahre dauernden Staatsbildungsprozess abzuschliessen. Da dieser am Veto der USA scheiterte, wurde die UNO-Generalversammlung befragt – und diese nahm Palästina als nicht-Mitgliedsstaat auf. Palästina ward nun Staat, und hat seither Zugang zu vielen UN-Institutionen.
Doch nicht nur das: Es waren nicht nur afrikanische, asiatische, lateinamerikanische und ehemalige Sowjetrepubliken, welche im Sinne Palästinas abstimmten: Nein, auch viele europäische Staaten waren dafür – nicht zuletzt auch die Schweiz. Im foraus-
Diskussionspapier und in der nachfolgenden
Kurzanalyse haben Henry Both, Andreas Graf, Andrea Jud, Antoine Schnegg und ich den Nutzen dieses Schritts dargelegt.