– In politischer Hinsicht besteht das Ziel darin, aus der Schweiz einen SchlĂĽsselakteur im Bereich der globalen Problemlösung zu machen. Dazu soll eine Politik der Guten Dienste 2.0 etabliert werden, welche sich an einen innovativen multistakeholder-Ansatz anlehnt. Dieser soll fĂĽr Thematiken offen sein, die ĂĽber die traditionellen Ansätze in Friedens- und Sicherheitspolitik hinausreichen. Dadurch könnte die Schweiz ihr vorhandenes Knowhow in der Pflege internationaler Beziehungen effektiv nutzen und ihr bewährtes, nationales Vernehmlassungsmodell auf internationaler Ebene anwenden. Ergänzend soll eine technische Expertise ĂĽber weltpolitische Themen geschaffen werden. Dazu könnten bei der schweizerischen UNO-Mission in Genf Arbeitsplätze fĂĽr spezialisierte wissenschaftliche Beraterinnen und Berater geschaffen werden.
– In wissenschaftlicher Hinsicht besteht das Ziel darin, die Schweiz zu einem fĂĽhrenden Schauplatz in der Erforschung der globalen Gouvernanz zu machen. Dazu soll ein nationales Forschungsprogramm und/oder ein nationaler Forschungsschwerpunkt ĂĽber die globale Gouvernanz, die entsprechenden Entscheidungsprozesse und Interaktionen zwischen den relevanten Akteuren lanciert werden. Die Erstellung eines Mappings des internationalen Genfs scheint ebenfalls unentbehrlich, insbesondere um viel versprechende Regionalnetzwerke durch Cluster ersetzen und um eine den Standort Genf stärkende Politik zu etablieren.
– In identitätsstiftender Hinsicht besteht das Ziel darin, eine Kommunikationsstrategie fĂĽr das internationale Genf zu entwickeln, um die Vorteile der Schweiz und des Standorts Genf fĂĽr die internationale Gemeinschaft sichtbarer zu machen. Eine solche Informationskampagne könnte ĂĽber die GrĂĽndung eines Schweizer Hauses, die als Schaufenster der Schweiz fĂĽr die internationale Gemeinschaft dient, abgewickelt werden. Zusätzlich könnte die Schaffung eines Swissnex in Genf das Image einer innovativen Schweiz nach aussen tragen und die Schweizer Wissenschaft vermehrt als Lösungsquelle fĂĽr globale Problematiken präsentieren. Die Vermarktung des internationalen Genfs könnte ebenfalls in Form eines regulären Sendeformats auf fĂĽhrenden globalen Fernsehsendern unter dem Namen «Geneva Talks» oder «Geneva International News» stattfinden.