Contact pour les médias (DE)
Co-directrice
Sereina Capatt
Coordination presse – Interviews institutionnelles
sereina.capatt@foraus.ch
présidente
Marianna De Stefano
Positionnement de foraus – Demandes liées aux publications, expertises ou projets spécifiques
marianna.destefano@foraus.ch
Contact pour les médias (FR/EN/IT)
Co-directrice
Marie Hürlimann
Coordination presse – Interviews institutionnelles
marie.huerlimann@foraus.ch
présidente
Marianna De Stefano
Positionnement de foraus – Demandes liées aux publications, expertises ou projets spécifiques
marianna.destefano@foraus.ch
Mentions dans les médias
Communiqués de presse
Trotz des wachsenden Einflusses internationaler Verträge, die rund 60% aller gültigen Rechtsakte in der Schweiz ausmachen, liegt die Hauptverantwortung für die Gestaltung der Aussenpolitik weiterhin beim Bundesrat. Dem Parlament und der erweiterten Zivilgesellschaft kommt dabei nur eine marginale Rolle zu. Der neueste foraus-Policy Brief präsentiert innovative Ansätze, um die Schweizer Aussenpolitik breiter abzustützen und ihr mehr Stabilität und Legitimation zu verleihen. Im Mittelpunkt der diskutierten Vorschläge steht ein Aufruf zu mehr Partizipation.
Im Sinne des vom Bundesrat vorgelegten Entwurfs der Aussenpolitischen Strategie 2024-2027 diskutiert der neueste foraus-Policy Brief “Für eine partizipative Aussenpolitik: Drei Empfehlungen zur Stärkung des Whole-of-Switzerland-Ansatzes”, wie die Aussenpolitik breiter abgestützt und die Handlungsfähigkeit des Bundesrates gestärkt werden kann. Die Aussenpolitik gewinnt seit Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung, während die politischen Prozesse nicht auf die heutige aussenpolitische Realität ausgelegt sind. Die Autor:innen Niculin Detreköy, Lukas Gysin, Stefan Kalberer und Marion Knöpfel schlagen drei Massnahmen vor, um die Schweizer Aussenpolitik fit für die Zukunft zu machen.
Drei Empfehlungen zur Stärkung der Schweizer Aussenpolitik
Erstens soll im Vorfeld der Ausarbeitung der vierjährigen aussenpolitischen Strategie ein breit abgestützter, institutionalisierter Visionierungsprozess stattfinden. Gestützt auf einen digitalen Partizipationsprozess mit der Zivilbevölkerung werden relevante Stakeholder:innen zur Ausarbeitung der Vision eingeladen. “Die 10-Jahresvision gibt dem Bundesrat einen Rahmen für die aussenpolitischen Strategien vor und stärkt den Whole-of-Switzerland-Ansatz durch die Einbindung wichtiger Akteur:innen », so Co-Autor Lukas Gysin.
Zweitens soll der Bundesrat in jeder seiner Botschaften ans Parlament ein Kapitel “Verhältnis zur Schweizer Aussenpolitik” aufnehmen und darin erläutern, inwiefern sich der vorliegende Gesetzesentwurf in die aussenpolitischen Strategien einbettet und inwiefern der Gesetzesentwurf zur Erreichung der aussenpolitischen Ziele beiträgt.
Drittens sollen zivilgesellschaftliche Organisationen die Möglichkeit erhalten, dem Aussenpolitischen Bericht des Bundesrates einen Schattenbericht gegenüberzustellen. “Derzeit legt der Bundesrat im Aussenpolitischen Bericht Rechenschaft über sein aussenpolitisches Handeln ab. Der Schattenbericht soll dem Parlament eine weitere Perspektive erschliessen und somit zu einer konstruktiven Debatte zur Bilanz der Schweizer Aussenpolitik beitragen”, erklärt Co-Autorin Marion Knöpfel.
Aussenminister Ignazio Cassis sagte im Jahr 2018 “Aussenpolitik ist auch Innenpolitik”. Diese Aussage gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zunehmend an Bedeutung.
Die vorgeschlagenen Massnahmen der Autor:innen gehen das wachsende Ungleichgewicht in der Aussenpolitik zwischen den politischen Akteur:innen effektiv an. Sie stärken die Legitimation der Aussenpolitik und die Handlungsfähigkeit des Bundesrates langfristig. Somit verhelfen sie der Schweiz zu einer zukunftsgerichteten und breit abgestützten Aussenpolitik.
Le foraus sort aujourd’hui une série de briefings sur la politique étrangère : des publications concises portant sur les enjeux de politique étrangère qui marqueront l’agenda politique de la législature 2024-2027. Les 14 documents offrent une introduction à des thèmes complexes de politique étrangère et doivent servir de base pour les parlementaires, les candidates et candidats aux élections et les partis politiques. Par leur publication, foraus met l’accent sur la politique étrangère avant les élections nationales.
Les briefings du foraus – Forum de politique étrangère sont parus aujourd’hui. Vingt-trois expert·e·s en politique étrangère y font la rétrospective de la législature 2019-2023 qui touche à sa fin et analysent la participation du Parlement à l’élaboration de la politique étrangère suisse au cours des quatre dernières années. Les publications décrivent aussi les thèmes qui détermineront l’agenda politique de la législature 2024-2027. « Ces briefings sont à la fois une boussole et un télescope : quelles interventions importantes en matière de politique étrangère ont été déposées entre 2019 et 2023 ? Quels projets ont été traités au cours de la législature actuelle ? Et quelles seront les priorités de l’Assemblée fédérale entre 2024 et 2027 ? Avec ces briefings, nous souhaitons offrir une synthèse systématique des thèmes de politique étrangère, établir un classement et contribuer à un débat constructif », explique Fabian Dalbert, coéditeur.
Une base d’information pour des solutions étayées
Ces derniers mois, la politique étrangère a fait l’objet d’un débat d’une ampleur inégalée depuis longtemps : la guerre en Ukraine, les désaccords sur les livraisons indirectes d’armes et le naufrage du CS ont donné lieu à de grands débats de politique étrangère qui occuperont encore longtemps la politique nationale. La nouvelle Assemblée fédérale devra se pencher sur de nombreuses questions de politique étrangère extrêmement complexes. « Les 14 briefings de politique étrangère décrivent les développements internationaux dynamiques dans différents domaines thématiques et montrent à quel point nombre de défis ont une dimension internationale. Les publications doivent servir de base d’information sérieuse aux parlementaires, aux candidates et aux candidats aux élections et aux partis politiques pour leur permettre d’anticiper les tendances et de développer des réponses politiques viables », dit Vera Eichenauer, coéditrice.
Remettre la politique étrangère au premier plan
Alors que la quasi-totalité des 18 priorités du programme de législature 2019-2023 comportent une dimension de politique étrangère, les partis n’accordent pas à ces thèmes l’importance qu’ils méritent dans leurs campagnes électorales. La politique étrangère est souvent reléguée au second plan, n’ayant pas un grand potentiel de mobilisation, car elle concerne souvent l’électorat de manière indirecte. Pourtant, ces thèmes seront aussi décisifs pour l’avenir de notre pays et des générations futures. « Avec ces briefings, nous souhaitons que la politique étrangère fasse l’objet d’un débat constructif dans le contexte de la politique nationale », explique Oskar Jönsson, coéditeur.
Heute veröffentlicht foraus eine Serie von Aussenpolitik-Briefings: prägnante Publikationen über die aussenpolitische Herausforderungen, welche die politische Agenda in der Legislatur 2024-27 bestimmen werden. Die 14 Publikationen bieten Orientierung über komplexe aussenpolitische Themen und sollen als Informationsgrundlage für Parlamentarier:innen, Wahlkandidat:innen und politische Parteien dienen. Mit diesen Publikationen rückt foraus den Fokus vor den nationalen Wahlen auf die Aussenpolitik.
Heute sind die Aussenpolitik-Briefings von foraus – Forum Aussenpolitik erschienen. Darin blicken 23 Aussenpolitik-Expert:innen einerseits zurück auf die auslaufende Legislaturperiode 2019-23 und analysieren, wie das Parlament die Aussenpolitik in den letzten vier Jahren mitgestaltet hat. Andererseits beschreiben die Publikationen, welche Themen die politische Agenda in der Legislatur 2024-27 bestimmen werden. “Die Briefings sind Kompass und Fernrohr zugleich: Welche wichtigen, aussenpolitischen Vorstösse wurden in den Jahren 2019-23 eingereicht, welche Vorlagen in der laufenden Legislatur behandelt? Mit welchen Schwerpunkten wird sich die Bundesversammlung in den Jahren 2024-27 auseinandersetzen müssen? Mit den Briefings möchten wir einen systematischen Überblick bieten, einordnen und zu einer konstruktiven Debatte über aussenpolitische Themen beitragen”, sagt Mitherausgeber Fabian Dalbert.
Informationsgrundlage für fundierte Lösungsansätze
In den letzten Monaten wurde Aussenpolitik so breit diskutiert, wie schon lange nicht mehr: Der Ukrainekrieg, das Ringen um indirekte Waffenlieferungen und der Niedergang der CS haben zu grossen Diskussionen aussenpolitischen Ausmasses geführt, die die nationale Politik noch lange beschäftigen werden. Die neue Bundesversammlung wird sich mit vielfältigen und extrem komplexen aussenpolitischen Fragestellungen auseinandersetzen müssen. “Die 14 Aussenpolitik-Briefings beschreiben die dynamischen internationalen Entwicklungen in verschiedenen Themengebieten und zeigen, wie viele Herausforderungen eine internationale Dimension haben. Die Publikationen sollen Parlamentarier:innen, Wahlkandidat:innen und politischen Parteien als fundierte Informationsgrundlage dienen, um Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren und tragfähige politische Antworten zu entwickeln”, so Mitherausgeberin Vera Eichenauer.
Aussenpolitik wieder in der Vordergrund rücken
Während nahezu alle 18 Prioritäten des Legislaturprogramms 2019-2023 eine aussenpolitische Dimension haben, werden aussenpolitischen Themen in den Wahlkämpfen der Parteien nicht die entsprechende Wichtigkeit beigemessen. Sie haben wenig Mobilisierungspotential, denn sie betreffen die Wählerschaft häufig indirekt und werden deshalb hinten angestellt. Doch es sind auch diese Themen, die für die Zukunft unseres Landes und zukünftige Generationen entscheidend sind. “Mit den Aussenpolitik-Briefings möchten wir erreichen, dass die Aussenpolitik im Kontext der nationalen Politik konstruktiv diskutiert wird”, so Mitherausgeber Oskar Jönsson.