Auf internationaler Ebene besteht zusehends der Konsens, dass Staaten die Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) aktiver steuern sollten. Das Opportunitätsfenster für die Schweiz, die globalen Leitplanken für KI mitzugestalten, bietet sich jetzt. Insbesondere das Internationale Genf und das direktdemokratische Selbstverständnis der Schweiz sind dabei Trümpfe, die noch besser ausgespielt werden könnten. Das vorliegende Policy Paper umreisst die aktuellen Bemühungen und Ansätze, globale Leitplanken für KI zu setzen. Es diskutiert, welche Implikationen diese für die Schweiz haben und wo Lücken bestehen. Abschliessend formulieren die Autorinnen Empfehlungen für die Schweizer Aussenpolitik und ihre Rolle in der globalen KI-Gouvernanz. Im Fokus stehen dabei sechs strategische Handlungsfelder:
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Die Digitalisierung macht auch vor der Aussenpolitik nicht Halt. Sie führt zu neuen Gouvernanzfragen (z.B. KI-Regulierung) beeinflusst bestehende Thematiken (z.B. Unternehmenssteuern) und verändert gar die Art und Weise, wie die Diplomatie selbst geführt wird (z.B. Twitter). Es ist deshalb wichtig und richtig, dass in den letzten Jahren diverse Strategien zur Schweizer Aussenpolitik verschiedene Themen der Digitalgouvernanz aufgegriffen haben. In diesem Diskussionspapier präsentieren die Autor:innen (1) einen Überblick über die Ambitionen der Schweiz in der Digitalaussenpolitik und identifizieren (2) Herausforderungen und Lösungsansätze zur Realisierung dieser Ambitionen. Konkret diskutieren die Autor:innen drei Handlungsvorschläge: Erstens betrifft der Querschnittscharakter der Digitalisierung auch die Aussenpolitik. Deshalb muss ein neues Koordinationsgremium unter Einbezug des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) geschaffen werden. Zweitens sollte der Aufbau von internen Kapazitäten durch Anpassungen des Curriculums des Concours Diplomatique oder eine Berücksichtigung von Secondments aus der Forschung und Tech-Branche bei der Rekrutierung verstetigt werden. Drittens gibt es eine Lücke zwischen der Ambition Genfs, als internationale Hauptstadt der Digitalgouvernanz zu gelten, und der politischen Unterstützung für konkrete Projekte in der internationalen Digitalgouvernanz. Letztlich gibt es in der Internetgouvernanz einen Zielkonflikt zwischen der Stärkung des Internationalen Genfs und der Unterstützung des Multistakeholder-Modells.
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In response to the accelerating potential of artificial intelligence (AI) to transform our lives, various governments, multilateral bodies, and other organizations have produced highlevel principles and guidelines for the ethical use of AI in recent years. Despite the staggering number of such documents (over 90 by October 2019), there appears to be a relatively high degree of convergence on the level of principles. «Inclusiveness» is one of just a handful of principles that most actors seem to agree upon. However, a closer look reveals that the principle is interpreted very differently in terms of the domain, scope and actors it pertains to. To respond to this gap, the swissnex Network, foraus, and AI Commons launched the global campaign «Towards an Inclusive Future in AI» with foraus’ new Policy Kitchen methodology. This joint experiment resulted in 11 workshops in 8 countries, involving 10 partner organizations and about 120 participants from a wide range of perspectives, who collaboratively generated 43 ideas for an inclusive future in AI. This paper presents the in-depth exploration of ideas and proposals on inclusion collected during this participatory process.
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Künstliche Intelligenz (KI) ist eine universell einsetzbare Technologie, die fast alle Branchen verändern wird und in den letzten Jahren immer öfter auf der weltpolitischen Agenda stand. Dieses Diskussionspapier gibt einen kurzen Überblick über Initiativen und Probleme im Bereich der globalen Gouvernanz von KI. Es hebt insbesondere Lücken bei der Operationalisierung der Grundsätze, der Überwachung und Vorhersage des technischen Fortschritts, der globalen Beteiligung und der Entwicklung einer gemeinsamen langfristigen Vision für die KI hervor. Anschliessend wird das International Panel on Climate Change (IPCC) als potenzielles Modell für die globale Gouvernanz eines komplexen Themas vorgestellt und es wird untersucht, wie dessen Rahmenbedingungen an den Kontext der KI angepasst werden könnten. Darüber hinaus werden im letzten Teil konkrete Schritte aufgezeigt, die die Schweiz unternehmen kann, um die globale Gouvernanz der KI zu stärken und zur Schaffung eines «IPCC for AI» beizutragen.
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